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Bevor die keltischen Stämme vor nunmehr eintausendzweihundert Jahren die Gestade Darachas erreichten, war das Land bereits lange Zeit nur von Elben bewohnt. Früher lebten diese in mehreren Reichen, heute leben sie nur noch in den Wäldern von Innis Carraigh oder Lindornea, wie es in der Sprache der Elben heißt.

So fanden die keltischen Einwanderer zunächst ein weites, leeres Land vor. Doch mit ihrem Vordringen gen Osten trafen sie auf piktische Stämme, die in langen und verlustreichen Kämpfen in die Berge getrieben werden konnten.
Auch unter den Clans kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Nach langen Kämpfen kristallisierten sich sechs Clans heraus, die das Land unter sich aufteilten: Die MacLeomhann von Craigievar (die später Oberhaupt des Großclans MacDaragh werden sollten), die MacEwan (die späteren MacDurial), die MacOgylvie, die MacDuibh, die MacForbis und die MacCardhù. Zwar kam es immer wieder zu kleineren Streitigkeiten, aber meistens konnten diese in der Comhairle Clann na Dharacha (Rat der Clans von Daracha) gelöst werden, die jedes Jahr zur Sommerequinox abwechselnd in einem der Clansgebiete stattfand.

Vor nunmehr 550 Jahren kam es zu einem folgenschweren Ereignis. In den westlichen Bergen, genauer tief unter dem Berg Carn Toul, erwachte ein lange besiegt geglaubter Feind, der Große Schatten oder Mordubhar, den schon die Elben in grauer Vorzeit bekämpft hatten. Dieser ergriff Besitz von einem Teil des Clansgebietes der MacForbis. Nach einer langen und verlustreichen Auseinandersetzung mit seinen untoten Kämpfern war die Lage aussichtslos: Es schien kein Mittel gegen die finstere Magie des Mordubhar und seine Schrecken zu geben. Schließlich gelang es Aidan MacLeomhann mit den Elben von Lindornea ein Bündnis zu schließen. Gemeinsam besiegten sie den Mordubhar und schlossen ihn wieder in seinem Gefängnis unter dem Carn Toul ein. Um solch ein Unheil nie wieder geschehen zu lassen, schlossen Elben und Menschen einen dauerhaften Bund. Aidan MacLeomhann wurde zum ersten Hochkönig Darachas gewählt. Er begründete die Herrschaft der MacLeomhann und wählte wenig später Obar Dheathain zu seinem Königssitz. Die restlichen fünf Clans bekamen ihre Clansgebiete und je zwei Sitze im neuen Rat der Clans garantiert. So entstand die heutige Rìoghachd na Dharacha, das Königreich von Daracha.

Das Clansland der MacLeomhann war von alters her Meadhanan, die „Mittlere Mark“. Hier fließen die Flüsse Dhé und Deathan, liegen die fruchtbaren Auen von Garìoch und zwei der größten Städte Darachas: Inbhir am Zusammenfluss von Urie und Deathan und Obar Dheathain, das die MacLeomhann zur Hauptstadt Darachas machten. Im Hinterland, am Oberlauf des Deathan, liegt ihre Stammburg Craigievar und das Dorf Cille Moragh, in dessen Nähe Aidan MacLeomhann den Bund mit den Elben von Lindornea schloß.
Aus den MacEwan wurden die MacDurial (in etwa „des Königs Wächter“). Sie verzichteten auf die Truchsessenwürde und nahmen stattdessen das Amt des Marschalls (Rìgh-fheadhnach) an. Somit stellen sie den Anführer der Krieger im Heer des Königs. Ihre Herrschaft konzentriert sich um die Feste von Braigh Mharr im Westen Darachas am Oberlauf des Dhé.
Die MacOgylvie stellen seit jener Zeit den Rianadair (Truchsess), der den König vertritt, wenn dieser sein Amt nicht ausüben kann. Sie sind zugleich Hüter der Insignien des Hochkönigtums, unter anderem Krone, Schwert und Schild. Diese werden in Zeiten der Not auf der Fluchtburg Dùn Fothair, die auf einer Felsklippe in der Sturmsee liegt, verwahrt. Der Clanssitz der MacOgylvie ist die Feste Fothair Chardain.
Die MacDuibh hatten sich ebenso um das Truchsessenamt beworben, unterlagen den MacOgylvie jedoch knapp. Diese Schmach haben sie den MacOgylvie bis heute nicht vergessen, und so pflegen sie eine ständige Feindschaft zu ihnen. Sie erhielten stattdessen das Amt des Seanaghal (des Seneschalls) und halten so das jährliche Gericht ab. Ihr Clanssitz war Dùn de Vanora, ein uralter Turm an der Steilküste, den sie zu einer mächtigen Burg ausgebaut haben. Heute sitzen die wenigen überlebenden Clansmitglieder in MhicDuibh, an der Mündung des Donern in die Sturmsee.
Die MacCardhù sind die Mundschenke des Königs und residieren hoch über dem Spé in ihrer Burg auf dem Felsen von Cardhù. Sie liegen weit abgelegen im Nordwesten Darachas, hinter den Wäldern von Innis Carraigh und An Coira, dem Großen Sumpf. Dieser ist nur auf der Alten Sumpfstraße passierbar, denn ansonsten gehört das ganze Land zwischen den MacCardhù und dem östlichen Daracha seit der Zeit des Bundes den Elben. Die MacCardhù sehen sich als Außenposten, der mit den Querelen im Inneren Darachas nichts zu tun hat, und dafür auch nicht weiter damit belästigt werden will. Häufig kommt es zu Kämpfen mit den Orks oder den Pikten, die aus den Wilden Landen im Westen auf Raubzüge nach Daracha eindringen.
Früher erhielten sie dabei Waffenhilfe von den MacForbis von Srathspé, die die Jagdmeister des Königs waren. Sie bewohnten das obere Tal des Spé bis Inbhir Avon, und so manches Lied erzählte von den gemeinsamen Kämpfen. Doch die MacForbis fielen erneut unter den Schatten, und seit der zweiten Invasion sind ihre Gebiete meist verlassen. Ihr alter Clanssitz Tomintoul ist von schrecklichen Gräueln erfüllt, und nur noch wenige MacForbis leben in An Aghaidh Mor und leisten erbitterten Widerstand. Die meisten von ihnen führen ihren Clansnamen nicht mehr, denn zuviel Schande ist darauf geladen worden.

Vor circa sechzig Jahren kam es unter der Herrschaft König Duncans zu einem weiteren folgenschweren Ereignis. Unter dem Vorwand von Erbstreitigkeiten holten die MacDuibh fremde normannische Krieger aus dem Süden nach Daracha, die ihre vermeintlichen Ansprüche verteidigen sollten. Ihr Anführer war Savaric von Montfort. Er war es, der aus dem anfänglichen Erbstreit einen handfesten Krieg machte, der im Tode König Duncans und dem Fall des Clans MacLeomhann gipfelte. Das Reich war zersplittert, der König tot, und es gab viele Erben, die sich als den einzig legitimen Nachfolger bezeichneten. So kam es zur heutigen Pattsituation. Die Montforts und ihre Gefolgsleute setzten sich im ehemaligen Gebiet der MacDuibh, in Vanora fest. Von hier aus versuchen sie bis heute unter Connall, dem Enkel Savarics, ganz Daracha zu erobern. Unterstützt werden sie von den wenigen MacDuibh, die die Kämpfe um die Krone überlebt haben und die als Besatzer in den eroberten Gebieten auftreten. Eine Allianz aus den drei verbliebenen königstreuen Clans MacDurial, MacOgylvie und MacForbis bekämpft die Invasoren, ist aber untereinander in der Frage der Thronfolge zerstritten. Die MacCardhù halten sich in diesem Streit eher geschickt zurück und versuchen, eine neutrale Position einzunehmen.
Die ehemalige Königsstadt Obar Dheathain wird heute von den Magiern der dortigen Akademie im Namen des verstorbenen Königs regiert. Sie steht offiziell auf der Seite der Königstreuen, verhält sich aber realpolitisch neutral. Faktisch ist Obar Dheathain heute eine Magokratie.
Die Bevölkerung Darachas steht zwischen allen Stühlen: Als Unterdrückte in den eroberten Gebieten, als Clanskrieger im Kampf gegen die Invasoren, als unmündige Gefangene in der eigenen Stadt in Obar Dheathain. Einzig die Hoffnung auf einen neuen König, der Recht und Gesetz neue Geltung verschafft und die alte Ordnung wieder errichtet, hält alle Bewohner Darachas zusammen. Doch diese Hoffnung schwindet, sind doch nunmehr fast sechzig Jahre seit dem Tode König Duncans vergangen. Man sagt zwar, Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung in Daracha stirbt aber schon lange einen schleichenden Tod, mit jedem Tag ein bisschen mehr...

Weitere Informationen zur Geschichte gibt es auf Anfrage von der Orga.